Benefiz für MiNET Mentoring

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Tombola für den guten Zweck

Über 150 Gäste sind der Einladung zum Benefizabend für das Mentoring Netzwerk für Migrantinnen, MiNET Saar gefolgt. Sie haben amit die Finanzierung bis zum Ende des Jahres 2014 gesichert:

Dr. Annette Keinhorst, Leiterin der FrauenGenderBibliothek Saar

Dr. Annette Keinhorst, Leiterin der FrauenGenderBibliothek Saar

 

 

„Wir haben uns riesig über die vielen Gäste gefreut, denn dank ihnen, dank der tollen Künstlerinnen, dem leckeren Büffet, dass von MiNET Teilnehmerinnen zubereitet war und der Tombola unserer SponsorInnen, war der Abend ein voller Erfolg. Jetzt kann MiNET weiter wachsen und gedeihen…“, sagt Dr. Annette Keinhorts, Leiterin der FrauenGenderBibliothek Saar.

Sängerin und Songschreiberin Mellika Meskine und Jazz-Pianist Manuel Krass

Sängerin und Songschreiberin Mellika Meskine und Jazz-Pianist Manuel Krass

 

 

Alice Hoffman und Bettina Koch mit neuem Kabarettshow "Die Ähn + das Anner"

Alice Hoffman und Bettina Koch mit neuem Kabarettshow „Die Ähn + das Anner“

 

 

 

Sie war es die diese Idee des Mentoring Netzwerks im Jahr 2011 aus Dänemark nach Saarbrücken brachte. Ein Jahr später wurden mit Unterstützung von Veronika Kabis, der Leiterin des Zuwanderungs- und Integrationsbüros- ZIB und Petra Messinger, der Leiterin des Frauenbüros der Landeshauptstadt schon die ersten Tandems gebildet.

 

 

 

Ein Tandem besteht jeweils aus einer Mentorin und einer Migrantin. Sie legen sich gemeinsam ein Ziel fest und arbeiten ein Jahr zusammen. Migrantinnen finden sich auf diese Weise schneller in der Gesellschaft zu Recht. Die Mentorinnen lernen andere Kulturen und Mentalitäten kennen.

Ruby Camelo ersteigerte das vor Ort entstandene Kunstwerk der Künstlerin Annette Orlinski. Hier mit Rei Castillo

Ruby Camelo ersteigerte das vor Ort entstandene Kunstwerk der Künstlerin Annette Orlinski. Hier mit Rei Castillo

Das Programm hat bisher 60 Teilnehmerinnen und 20 aktive Tandems. Interessierte können sich bei der FrauenGenderBibliothek weiter informieren. Weitere Fotoeindrücke hier:

Orientalischer Markt

Eine bunte, leckere, süße und diesmal auch heiße Angelegenheit: Orientalischer Markt in Saarbrücken Burbach!

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Einige Fotoeindrücke…

Armut macht nicht sympathisch!

Es gibt keine Tricks! Diese Frau FRIERT tatsächlich!

Es gibt keine Tricks! Diese Frau FRIERT tatsächlich!

„Mit welchen Tricks hält es die Frau aus, da auf dem kalten Boden den ganzen Tag zu sitzen und zu betteln? Meditiert sie, nimmt sie Drogen oder ist sie eine Hexe? Die Antwort auf diese Frage ist banal und heißt: Es gibt keine Tricks! Diese Frau FRIERT tatsächlich! Sie hat aber keine andere Wahl, um die Existenz Ihrer Familie zu sichern“, verdeutlichte Norbert Mappes-Niediek, einer der besten Kenner der Roma, Südosteuropa Experte und Korrespondent vieler großer deutscher Zeitungen bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Zuwanderungsbüros ZIB und der Böll-Stiftung Saar letzte Woche in Saarbrücken. In seinem Vortrag erklärte er die Umstände, die Roma aus Südosteuropa an den Rand der wirtschaftlichen Existenz getrieben haben. Eines der Hauptprobleme liegt ihm zufolge an der Tatsache, dass von 7,4 Millionen Arbeitsplätzen in Rumänien Anfang der 1990er Jahre, heute nur noch 4 Millionen geblieben sind. So sind viele Rumänen, aber auch fast alle dort lebende Roma arbeitslos geworden!

Was die Mehrheit der Roma von anderen Menschen unterscheidet, ist die akute Armut, der sie durch Ausgrenzung und Versklavung in Europa durch Jahrhunderte ausgeliefert sind.

Norbert Mappes-Niediek, Südosteuropa Experte, Korespondent und Autor

Norbert Mappes-Niediek, Südosteuropa Experte, Zeitungskorrespondent und Autor

„Der Vergleich mit den schwarzen Sklaven in Amerika ist nicht übertrieben“, betont der Experte und Autor des gerade erschienenen Buches „Arme Roma, böse Zigeuner“.

Das meiste was wir glauben zu wissen über Roma ist ein Produkt unserer Fantasie, behauptet der Kenner. Zum Beispiel glauben wir gerne, dass sie nur deswegen betteln, weil sie irgendwelche Banden dazu zwingen. „Das stimmt aber nicht! Es sind bisher in ganz Europa nur drei Fälle bekannt, die wegen bandenmäßigen Bettelns vor Gericht verhandelt wurden. Der Rest sind Familien, deren Existenz vom Betteln abhängig ist. Entgegen aller Behauptungen, ist keiner davon je reich geworden!“, so Mappes-Niediek. „Und wenn sie mal klauen, dann auch nur, weil dies ihre einzige Überlebenschance ist. Noch nie bin ich in noch so armer Roma Siedlung unfreundlich behandelt, bedroht oder beklaut worden“, betont er. „Einmal hat mir ein Priester gebeichtet, er hätte lange über das Schicksal der Roma nachgedacht. Er ist zu dem Schluss gekommen, dass er, wenn er in derselben Lebenslage wäre, auch nichts anderes machen würde als viele Roma. Er würde auch betteln und notfalls klauen!“

Was kann man also tun, um die Situation zu verändern?

Die wichtigste Prämisse des Autors lautet: Du sollst Armutswanderung nicht verhindern wollen!

Wir in Deutschland zum Beispiel, können nie die Lebensbedingungen so niedrig gestalten, dass die armen Menschen nicht kommen. Es ist auch eine Illusion zu glauben, dass man mit verstärktem Druck auf die armen Länder deren Armutsproblem lösen kann.

Aus dem Publikum wurde daraufhin das Aufkommen von einigen Hundert Roma im Jahr 1990 nach Lebach und deren Unterbringung in der dortigen Landesaufnahmestelle angesprochen. Auch an die daraus folgende pogromartige Stimmung in Lebach gegen die Roma wurde  erinnert.

„Armut macht nicht sympathisch! Eben deswegen stehen moderne Gesellschaften in der Pflicht,  sich  dauerhafte Ziele zu setzen, um die Probleme der Armut, der Arbeitslosigkeit, der Bildungsmisere und der Gesundheitsversorgung der Armen systematisch anzugehen. Die europäischen Verwaltungen brauchen mehr Flexibilität und Modernisierung“, so Mappus-Niediek.

Eine Forderung die nicht neu, aber bei uns schon seit Jahren auf allen Verwaltungsebenen und anderswo auf taube Ohren stößt! Man hat es sich doch gerade so schön gemütlich gemacht, nicht wahr?

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