Mit Laternen für die Vielfalt

“Wir erleben die Vielfalt als wertvolle Bereicherung für das Leben in unserer Stadt und wollen noch kurz vor Weihnachten ein Zeichen für die Vielfalt setzen! Deswegen machen wir die Demonstration „HAND IN HAND FÜR VIELFALT“!Hand in Hand lila

Entsprechend der besonderen Jahreszeit soll es ein ruhiges, aber kraftvolles Zeichen sein.

hand in Hand für VielfaltLASSEN AUCH SIE ZU DER MUSIK UND TANZ IHRE „VIELFALT-LATERNE“ LEUCHTEN! Gerade jetzt, wo so viele Menschen aus den Krisengebieten der Welt bei uns Zuflucht suchen, wünschen wir uns für Alt-Saarbrücken und für ganz Saarbrücken eine Kultur der Gastfreundschaft und des guten Miteinanders”, heißt es in dem Aufruf des Arbeitskreises Alt-Saarbrücken und des Projektes „Begegnung wagen und vertiefen“ in Alt-Saarbrücken.

Prominente Unterstützung bekommt diese Demonstration von der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

 

Frauenwelten

Auch die Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hatte viel Spass bei den "Frauenwelten"

Auch die Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hatte viel Spass bei den “Frauenwelten”

Offen, vielfältig und ein bisschen frech: So sind die „Frauenwelten“. Die hohe Besucherinnenzahl hat auch diesmal bewiesen, dass sich viele Frauen in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit angesprochen fühlten: Mütter, Töchter, Migrantinnen, Studentinnen, Politikerinnen, Unternehmerinnen, Arbeiterinnen, Künstlerinnen. Besonders froh sind die Organisatorinnen aus dem Arbeitskreis Migrantinnen über die offene und freundliche Atmosphäre, die unter anderem, den schönen Räumlichkeiten des neuen Kooperationspartners, des Dekanats und der Katholischen Familienbildungsstätte Saarbrücken im Johannisfoyer zu verdanken sei.IMG_0259

Dieses Jahr fanden die „Frauenwelten“ auf den Tag genau am Internationalen Frauentag, am 08. März statt. An diesem Tag werden Frauen in vielen Ländern besonders geehrt, sie demonstrieren aber auch für ihre Rechte und feiern. Davon waren auch diese „Frauenwelten“ inspiriert: international, bunt, informativ, offen, relaxt und lebendig.IMG_0555

Was die „Frauenwelten“ bewirken sollen kann man in Stichpunkten benennen: Teilhabechancen verbessern, Netzwerke bilden, Freude an Bewegung vermitteln, Vorbilder zeigen. So fanden zahlreiche Workshops statt: von informativen Gesprächsrunden zu Arbeit und Beruf, Pflege oder Diskriminierungserfahrungen über Mütter-Kind-Musikgarten bis Fitness und Tanz. Es gab auch viel Raum für Begegnungen, Zusammensein, Kaffeetrinken, Stöbern an den Verkaufsständen und Schlemmen am internationalen Büffet.IMG_0451

Folgende Workshops wurden angeboten:

  • Zurück in den Beruf
  • Anerkennung von ausländischen Abschlüssen
  • Alltag mit und ohne Religion
  • Pflege von Angehörigen

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    Expertin in Asylfragen Maike Lüdeke-Braun, Bezirksbürgermeisterin Christa Pieper und Frauenbeuftragte der Stadt Saarbrücken Petra Messinger

  • Wie wehre ich mich gegen Diskriminierung?IMG_0274
  • Frauengesundheit
  • Schule und Eltern
  • Make Up und Hautpflege

Außerdem wurden angeboten:

  • Beratung zu ausländer-/sozial- und familienrechtlichen Fragen
  • Café – Verkaufsstände
  • Mentoring-Netzwerk für Migrantinnen
  • Quiz – Wunschmusik – Porträtmalerei
  • Pimp your Outfit
  • Zumba – Fitness – Pilates
  • Kickboxen – DancemixIMG_0178
  • Kinderbetreuung & Angebote für Kinder
  • Kurs Vegetarisch kochen
  • Musikgarten
  • Qi GongIMG_0537

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Chadi Bahouth: “Schweiger-Tatort” – ein multiethnischer Erfolg

Immigra 2012 (28)

Chadi Bahouth, Vorstand Neue deutsche Medienmacher

Veröffentlicht am 17.03.2013 bei           Neue deutsche Medienmacher:

“… Der Tatort mit Til Schweiger hat aber auch etwas ganz anderes gebracht. Nämlich den Sachverhalt, dass ein Kommissar mit türkischen Wurzeln sekundiert. Das Besondere daran: Es geschah völlig unaufgeregt. Es war die Normalität, die wir uns für Deutschland so sehr wünschen.
Und dabei ist es egal, ob dem einen das Schnalzen noch auf der Zunge liegt oder er dem anderen nur ein müdes Lächeln abringen konnte; das, was letzten Sonntagabend zu sehen war, war aus migrationspolitischer Sicht ein voller Erfolg!
Der neue Tatort hat einfach das, was den meisten anderen fehlt: Einen Ermittler, der aus einer ethnischer Minderheit stammt. Ausgerechnet die Münchner ziehen da gleich. Und was in den USA der Normalfall ist, denn da kämpfen Weiße, Schwarze, Latinos und Asiaten gemeinsam für das Gute, kommt bei den deutschen Kollegen in den Chef- und Entscheideretagen nicht so voran.
Von 20 Tatorten und 40 Ermittlern haben sage und schreibe ganze zwei (drei, den ehemaligen Hamburger Tatort mitgerechnet) “Migrationshintergrund”. Die anderen? Durch und durch an den Verhältnissen in der Bevölkerung vorbei. Und ja, in echten polizeilichen Dienststuben sind auch weitaus weniger Ermittler aus ethnischen Minderheiten vertreten als im Bevölkerungsdurchschnitt. Fernsehunterhaltung hat aber nicht die Aufgabe, dieses Missverhältnis widerzuspiegeln.
Immerhin, die Quote der migrantischen Tatortermittler liegt über der der Journalisten. Tatort-Schnüffler mit Wurzeln aus dem Ausland gibt es immerhin fünf (bis acht) Prozent. Journalisten mit ausländischen Wurzeln schaffen es in deutschen Redaktionsstuben auf gerade einmal auf zwei bis drei.
Zum Abschluss was Schönes: Was dem neuen Kommissar Yalcin Gümer nicht passiert ist, niemand hat ihm bestätigt: „Sie sprechen aber gut deutsch!” Es hat ihn auch niemand gefragt, woher er denn käme, geschweige denn, wann er wieder zurück zu gehen gedenke.
Grund, sich bei den Machern für einen Tatort zu bedanken, der mit ethnischen Minderheiten “normal” umgeht? Ja und nein. Nein, weil wir eigentlich dachten, wir seien schon so weit. Ja, weil wir genau diesen entspannten Umgang nötig haben.”

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